Museum für Kunst und Geschichte Hüfingen
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Peter Kees & Stefan Kees - P.S. Leben sieht anders aus

Stefan Kees, Was bleibt/Schichtung (Schublade) (© Stefan Kees)
Peter Kees, N 46° 54‘ 4.77“ / E 8° 19‘ 2.42“ - Arkadischer Quadratmeter auf dem Aecherlipass im Kanton Obwalden, Schweiz. (© Peter Kees)

 

19. Mai - 20. August 2017

 

Eröffnung: Freitag, 19.05.2017, 19 Uhr

Einführung: Ariane Faller-Budasz, Kuratorin

Musik: Nadia Sofokleous, Verena Städele und Michaela Ummenhofer, Klarinettistinnen

 

Sonderveranstaltungen

Museumstag: So, 21.05., geöffnet von 11 bis 18 Uhr

13:30 Uhr: Kinderworkshop „Kunst ist cool“

14:30 Uhr: Künstlergespräch mit Stefan Kees

Führung: So, 25.06., 15 Uhr

Katalogvorstellung: So, 23.07., 15 Uhr

Führungen und Workshops für Kinder/Jugendliche auf Anfrage

 

Nach der Jubiläumsausstellung „Weggefährten“, in der Werke von Lucian Reich d. J. und Johann Nepomuk Heinemann zu sehen waren, zeigt das Stadtmuseum für Kunst und Geschichte vom 19. Mai bis zum 20. August 2017 eine weitere Doppelausstellung. In dieser rückt nun wieder die Gegenwartskunst in den Fokus:

Zwei Künstler und Brüder – Peter Kees, geboren 1965 in Bayreuth, und Stefan Kees, geboren 1968 ebenfalls in Bayreuth –, die bisher ihre künstlerischen Positionen getrennt voneinander entwickelt und ausgestellt haben, werden erstmals in einem künstlerischen Projekt ihre Positionen in einen gemeinsamen Kontext bringen.

 

Beide Künstler hinterfragen in ihrer individuellen Arbeit grundlegende Aspekte der menschlichen Existenz und Gesellschaft. Da sie als Geschwister vergleichbar sozialisiert aufgewachsen sind, ist es nicht nur aus künstlerischer Sichtweise spannend zu beobachten, wie ähnlich und zugleich divergierend sie sich zu Themen positionieren, die in ihrer existentiellen Radikalität Parallelen zeigen und diese konzeptionell unterschiedlich beantworten. Der von den Künstlern gewählte Titel „P.S. Leben sieht anders aus“ spielt mit der Widersprüchlichkeit von Wunsch, Realität und Wahrnehmung, Schein und Sein, Sinn und Sinnlosigkeit.

 

Peter Kees versteht sich als Chronist und Vermesser gesellschaftlicher und menschlicher Phänomene. Dabei thematisiert er Grenzerfahrungen kollektiver wie subjektiver Art. Ein fortlaufendes – gerade in der heutigen Zeit sehr aktuelles – Projekt beschäftigt sich mit der Frage von Freiheit, Glück, Zuflucht und Utopie. Er besetzt jeweils einen Quadratmeter Boden, erklärt ihn zum Arkadischen Hoheitsgebiet und entzieht ihn damit jeglicher nationalen Bindung. Das aus der Antike bekannte Arkadien als Idealzustand von Gesellschaft und Individuum verortet er damit in der Realität. Landbesetzungen erfolgten bisher auf finnischem, deutschem, polnischem, schweizerischem, italienischem, österreichischem, tschechischem, belgischem und griechischem Gebiet. Im Juli 2016 wurde versucht, der türkischen Regierung über deren Generalkonsulat in München die Materialien für einen solchen arkadischen Quadratmeter zu überreichen. Erfolglos, das Türkische Konsulat verweigerte die Annahme und lies Peter Kees des Platzes verweisen.

Im Stadtmuseum Hüfingen präsentiert Peter Kees diese Verortungen Arkadiens.

 

Stefan Kees erforscht zum einen die Grenzen der Malerei, in dem er durch Zerreißen fertiger, ungegenständlicher Bilder und anschließende Schichtung des Zerrissenen den Bildträger – neben der Farbe – zum gleichwertigen Teil seiner Malerei erhebt. Zum anderen setzt er sich durch das scheinbare Zerstören seiner Malerei und durch die Neuordnung in einem anderen Kontext mit der Frage von Vergänglichkeit auseinander. In seinen Arbeiten wird Zeit sicht- und spürbar, Fragen nach dem „Danach“ tauchen auf und werden im wahrsten Sinne des Wortes genauso angerissen, wie der Gedanke, was am Ende bleibt: künstlerisch, materiell und existentiell.

Für die Ausstellung in Hüfingen arbeitete er beispielsweise im Jahr 2016 an einem seriellen Projekt zur Dokumentation des Phänomens Zeit, bei der er wöchentlich eine Arbeit fertigte. Der chronologische Zusammenschluß des Entstandenen repräsentiert letztlich ein Jahr Zeit und Kunst. So bleibt Stefan Kees’ Malerei stets ein sichtbares (Zwischen-) Ergebnis eines dynamischen, prozesshaften künstlerischen und nichtkünstlerischen Vorgehens.

 

 

Statdmuseum Hüfingen zu Gast im Radbrunnen in Breisach

Stefan Kees in seinem Atelier (Foto: A. Faller-Budasz)

 

30.04. - 11.06.2017

 

Das Hüfinger Stadtmuseum für Kunst und Geschichte ist in diesem Jahr erstmals nicht nur in den eigenen Räumen präsent. Als Mitglied der Oberrhein-Galerien, einem Zusammenschluss von renommierten Institutionen, die der Gegenwartskunst einen großen Stellenwert in ihrem Ausstellungsprogramm einräumen, beteiligt sich das Museum an einer Gruppenausstellung, die vom 30. April bis zum 11. Juni in der Galerie des Kunstkreises Radbrunnen in Breisach zu sehen sein wird.

In dieser Schau stellen sich die Mitglieder der Oberrhein-Galerien mit jeweils einer künstlerischen Position vor. Das Stadtmuseum Hüfingen wird vertreten durch den in Villingen-Schwenningen lebenden und arbeitenden Künstler Stefan Kees, der parallel auch in den eigenen Räumen des Museums im Hüfinger Nikolausgässle ausstellen wird.

Stefan Kees, geboren 1968 in Bayreuth, thematisiert und überschreitet in seiner Arbeit die Grenzen und Begrenzungen des traditionellen Tafelbildes.

Seine zunächst entstehenden Bilder sind von ruhiger, atmosphärischer Schönheit - bis er sie mit Hilfe einer Keilrahmenleiste, wie sie seit Jahrhunderten in der Tafelbildmalerei ihre, wenn auch anders geartete, Verwendung findet, systematisch in Segmente reißt und Schritt für Schritt neu zusammenfügt. Die so entstandenen Schichtungen zeigen eine direkte und ungeschönte Auseinandersetzung mit der Malerei und ihren Mitteln. Das Material Papier wird zum Bildgegenstand und -körper, die Zerstörung und Neuordnung des ursprünglichen Bildes ebnet in den Raum strebender Malerei den Weg. Kees fokussiert die Frage nach Vergänglichkeit und den letzten Dingen, die er auch in wortwörtlichem Sinne als Fundstücke aus Haushaltsauflösungen unmittelbar in seine Arbeiten einbezieht.

 

Oberrhein - Galerien stellen sich vor

 

Galerie + Edition Konkret Martin Wörn • KunstPalais Badenweiler e.V. • Kunstkreis Radbrunnen Breisach e.V. • Kunstverein Schallstadt e.V. • depot.K e.V. Kunstprojekt Freiburg • Denzlinger Kulturkreis • Kunstverein March e.V. • GEDOK Freiburg e.V. • Merdinger Kunstforum e.V. • Stadtmuseum für Kunst und Geschichte Hüfingen • Haus der Modernen Kunst Staufen-Grunern

 

Öffnungszeiten:

Freitag 14-18 Uhr, Samstag, Sonntag und an Feiertagen 11:30-18 Uhr

Kunstkreis Radbrunnen, 79206 Breisach, Münsterberg Radbrunnenallee

Öffnungszeiten

Sonntags 14:00 - 17:00 Uhr

und nach Vereinbarung

Bitte beachten sie die Veranstaltungshinweise.

Kontakt

Museum für Kunst und Geschichte Hüfingen e. V.

Nikolausgasse 1

78183 Hüfingen

0771/6 24 07

0771/89 68 479 (Sonntags)

technische Fragen: www.memomedien.de

 

Datum: 23.06.2017. :: Druckversion :: English